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1. Bundestreffen stationärer Kinder- und Jugendhilfe

Rheinland-Pfalz befindet sich derzeit im Aufbau einer landesweiten Vertretung für Kinder und Jugendliche aus stationären Einrichtungen. Viele Schritte wurden bereits gegangen, so dass im Juni 2020 zum ersten Mal ein „Landesjugendhilferat“ in Rheinland-Pfalz gewählt werden kann.
In anderen Bundesländern gibt es entsprechende Gremien zum Teil schon seit vielen Jahren. Vorreiter ist hier Hessen, die bereits ihr 25-jähriges Bestehen als „Landesheimrat Hessen“ feiern konnten.
Nun trafen sich am ersten Februarwochenende die Vertreter aus Bayern, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen zu einem 1. Bundestreffen auf Burg Hoheneck in Ipsheim. Eingeladen war auch eine kleine Delegation aus Rheinland-Pfalz, die hier von den vielen Anregungen, Tipps und Erfahrungen der anderen Teilnehmer*innen profitieren konnte.
Über 30 Jugendliche erarbeiteten an 2 Tagen in Thementalks, World Café und anderen Arbeitsphasen gemeinsame Themenschwerpunkte und tauschten sich über die jeweiligen Rahmenbedingungen und Strukturen der einzelnen Gremien aus. Sie nutzten die gemeinsame Zeit, um sich auszutauschen und zu vernetzen.
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Frau Sturm von der AGJ (Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe), die aus Berlin angereist war, um die Stimmung vor Ort und die Anliegen der Jugendlichen an die Politik persönlich mitnehmen zu können.
Auch die ISA KOMPASS war an diesem Wochenende vertreten. Ute Zuckschwerdt, die als Fachdienstleitung in Rheinland-Pfalz für die Begleitung unseres Kinder- und Jugendparlaments zuständig ist, ist schon länger für einen Arbeitskreis auf Landesebene tätig, die den Aufbau des „Landesjugendhilferats“ organisiert: „Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie engagiert die Jugendlichen an ihren Themen arbeiten und was in den verschiedenen Bundesländern bereits erreicht wurde. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Wahl zum „Landesjugendhilferat“ im Juni in Rheinland-Pfalz einen weiteren Schritt hin zu mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen machen können.“
Begleitet wurde Frau Zuckschwerdt vom diesjährigen Parlamentssprecher des Kinder- und Jugendparlaments der ISA KOMPASS Jammy (15), der ebenfalls positive Eindrücke sammeln konnte:
„Mir hat es Spaß gemacht zu erfahren, wie es bei anderen Gruppen von anderen Trägern so abläuft. Zum Beispiel ganz viele Gruppen hatten ein Problem mit der aktuellen 75% Regelung, welche dafür sorgt, dass arbeitende Teenager in der Jugenhilfe 75% ihres Gehalts an das Jugendamt abgeben müssen.
Die Burg war riesig und die vielen Leute, die ich dort kennenlernen konnte waren sehr nett. Wir haben sehr viel erarbeitet, was sehr viel Spaß gemacht hat.
Am Interessantesten fand ich es als Frau Sturm da war, weil sie uns etwas erklärte, wenn wir noch Fragen zum Thema hatten.
Es war sehr beindruckend wie unterschiedlich organisiert die verschiedenen Bundesländer waren. Außerdem war es sehr interessant für mich zu hören, welche Ämter in den verschiedenen LHRs (Landesheimräten) vorhanden sind und über welche finanziellen Mittel die verschiedenen Länder verfügen.
Es gab dort sehr leckeres Essen.
Ich freu mich auf den Landesjugendhilferat von Rheinland-Pfalz, weil ich denke, dass wir viel ereichen können.“

Bundestreffen Ipsheim