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Veröffentlicht am 20. September 2021

Es geschah am helllichten Tag!

Es ist Mittwoch, 01.09.2021, 08.00 Uhr im kleinen Rhöndorf Hümpfershausen. Die Kinder und Jugendlichen der Intensivwohngruppe „Bauernhof Hümpershusin“ schlafen noch, als 25 Männer und Frauen der Firma Heeresinstandsetzungslogistik, kurz HIL, auf den Hof fahren. Heute findet ein Projekttag zwischen der Firma HIL und der IWG „Bauernhof“ Hümpfershausen statt.

Geplant ist es, auf dem Gelände verschiedene Projekte für die Kinder und Jugendlichen umzusetzen. Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es auch schon los. Gleichzeitig wurde an vier Projekten auf dem fast fünf Hektar großen Gelände gearbeitet. Vor dem Haus entstand für die Kinder ein neuer Sandkasten. Ebenso wurden die Weichen für eine Balancierstrecke gelegt. Eine komplett neu ausgestattete Werkstatt für Holz- und Metallarbeiten entstand und nebenan ist nun ein Lagerraum. Natürlich haben es sich die kleinen Bewohner der IWG nicht nehmen lassen, gestärkt nach dem Frühstück und ihrem morgendlichen Aufgaben, bei allem fleißig mitzuhelfen. Ob es um das Sandschaufeln für den Sandkasten ging, unterstützen bei den Pflasterarbeiten im neuen Lagerraum, in der Werkstatt etwas anhalten oder zureichen und mit dem Radlader etwas von A nach B bringen. Keine Aufgabe war zu schwierig. Hier bewiesen die Männer und Frauen von HIL viel Geduld und Engagement.

Für das leibliche Wohl der fleißigen Helfer wurde natürlich auch gesorgt. Zum Mittag gab es Bratwürste, Steak, Kesselgulasch und Salate. Die großen und die Kleinen Helfer ließen sich dies am Lagerfeuer gemeinsam schmecken. Gestärkt ging es am Nachmittag für alle in den Endspurt. Alle Kräfte wurden gebündelt und die einzelnen Projekte zum Ende gebracht.


Und zuletzt waren sich alle Beteiligten einig – das war ein gewinnbringender Tag, der eine Fortsetzung verdient hat.

Die großen und kleinen Hümpfis bedanken sich für die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiter der Firma HIL.

Vorbereitungen für den neuen Sandkasten werden getroffen

Vorbereitungen für den neuen Sandkasten werden getroffen

 

Die Erde um den neuen Sandkasten wird eingeebnet.

Die Erde um den neuen Sandkasten wird eingeebnet.

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Neuer Sand wird aufgefüllt.

Die neue Werkstatt nimmt Gestalt an

Die neue Werkstatt nimmt Gestalt an.

Auch die Kinder helfen schon fleißig mit

Auch die Kinder helfen schon fleißig mit.

Danke IHL, dass so viele tolle Projekte realisiert werden konnten. Danke für euren Einsatz!

Danke HIL, für die Realisierung so vieler toller Projekte. Danke für euren Einsatz!

Veröffentlicht am 14. September 2021

Wir suchen pädagogische Fachkräfte in Erfurt!

A4 Kopfzeile

99092 Erfurt – HPWG „Am Schwemmbach“ (Vollzeit)
99094 Erfurt-Marbach – HPWG „Alte Schmiede“ (Voll-oder Teilzeit)

Hey Du! Ja, genau Du!

Wir haben genau gesehen, wie Du an der Ampel neugierig in unseren Wohngruppenbus geguckt und mit uns bis GRÜN Grimassen geschnitten hast. Das war cool!
Naja, von Nix kommt Nix! Wenn Du Lust und Mut hast, uns beim Großwerden zu begleiten, Nachtgeschichten vorlesen magst, Dich mal für uns streitest, Trösten kannst, Geduld und Optimismus Deine zweiten Vornamen sind, dann könnten wir bei unseren Betreuern ein gutes Wort für Dich einlegen…
Du bist tatsächlich gern mit Kindern zusammen? Du möchtest uns Kinder, Jugendliche und unsere Familien in ihrem Leben begleiten?

Dann fehlen Dir eigentlich nur noch Wir und:

  • Ein pädagogischer Fachschul-oder Hochschul-Abschluss als ErzieherIn, HeilpädagogIn,
    SozialarbeiterIn, SonderpädagogIn (m/w/d) o.ä.
  • Ein Führerschein (Weißt schon…die Grüne Ampel!)
  • Energie und Organisationstalent (Reicht, wenn wir manchmal Chaos verbreiten)
  • Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit
  • Und Lust auf die gemeinsame Arbeit mit den anderen Betreuern im Team (Die sind ziemlich cool drauf!)

Du willst mal mit uns Weihnachten feiern? In den Urlaub fahren? Ein bis zwei Wochenendtage im Monat bei uns sein? Ein paar Nächte im Haus schlafen? Na ok. Aber immer geht das nicht! Die anderen Betreuer wollen auch mal dran sein und eine öde Familienfeier entschuldigt schwänzen!

Das hier gibt’s für DICH:

  • Gehalt + Zuschläge + Urlaub (ähnlich wie in der Stadtverwaltung)
  • Tolle zusätzliche Extras aus den betrieblichen Regelungen der ISA KOMPASS
  • KollegInnen und ChefInnen, die sich kümmern, Dein Vorankommen begleiten
  • Regelmäßige Supervision, Weiterbildung, Teamklausuren
  • Ein unbefristeter Arbeitsvertrag in Voll-oder Teilzeit
  • Ein innovatives Unternehmen, auf das Du stolz sein kannst

Ach so! Du würdest gern, stehst aber erst kurz vor Deinem Berufsabschluss? Macht nix. Bewirb Dich trotzdem! Die sind hier flexibel

WIR GEBEN DIR ORIENTIERUNG! DU UNS AUCH?

Bewirb Dich bei uns mit einem Lebenslauf und dem letzten Zeugnis!
Schick es an:
ISA KOMPASS GmbH Bereich Thüringen
Hochheimer Straße 47
99094 Erfurt
Telefon: 0361 789315-0
E-Mail: bewerbung.thueringen@isa-kompass.de

Veröffentlicht am 31. August 2021

After-Summer-Party-Güls zugunsten der KINDERSEELE

Auch in diesem Jahr organisiert Lukas Otte zusammen mit Jens Vogt und vielen Helfern eine Party zugunsten der Stiftung KINDERSEELE.

Die Party findet vom 3.-5. September auf dem Sportplatz in Koblenz-Güls statt. Freuen Sie sich auf viele prominente Koblenzer Künstler und Partystimmung für alle Altersgruppen.

Weitere Infos und Tickets sowie genaues Bühnenprogramm finden Sie unter:

After-Summer-Party-Güls

Der gesamte Erlös dieses Wochenendes kommt unseren Projekten der STIFTUNG KINDERSEELE zugute.

Ein herzliches DANKE an alle, die daran teilnehmen werden und somit auch die Arbeit der Stiftung unterstützen!

After-Summer-Party2021

Veröffentlicht am 29. Juli 2021

ISA HANDWERK im Hilfseinsatz

Die Flutkatastrophe und deren Not in der Region Ahr hat uns von Herzen berührt.

Daher hat auch die ISA HANDWERK – ein Unternehmen der ISA Unternehmensgruppe – schnell reagiert und war vergangene Woche eine Woche im Arbeitseinsatz und hat fleißig mit angepackt. Geschäftsführer Dirk Denzer und seine zwei Mitarbeiter haben dem „Hühnerbach“ ihr „Bett“ wieder gegeben und den Zufluss zur Ahr wiederhergestellt. Grundstücke an der Ahr wurden vom liegengebliebenen Treibgut befreit und etliche Tonnen Müll zum Sammelplatz gebracht. Im Einsatz hatte das ISA HANDWERKs-Team neben einem Minibagger und einem Radlader, einem Boxer zum abkippen, einem Dumper und diverse Kettensägen. Ein Bautrockner wurde einem Geschädigten zur Verfügung gestellt. Koordiniert wurde unser Team von Bürgermeister Peter Richrath aus Antweiler.

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Veröffentlicht am 5. Juli 2021

Wenn Wünsche wahr werden…

Heute möchten wir mal über ein ganz anderes Thema berichten, nämlich über die Stiftung „KINDERSEELE“. Diese wurde im Jahre 2010 durch die heutige ISA KOMPASS GmbH Bereiche Thüringen und Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen, um Kindern, die körperliche oder seelische Gewalt erlebt haben, nachhaltig zu helfen und ihnen die Chance zu geben, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Um dies zu erreichen, fördert die Stiftung diverse Projekte beispielsweise in den Bereichen musikalische Früherziehung, Ausgestaltung von Kinderzimmern nach dem Würzburger Modell, den Kinderzirkus ISANI und tiergestützte Therapie.

Und an dieser Stelle kommen die Unterkatzen ins Spiel, denn seit geraumer Zeit haben die Pferdedamen den Wunsch, einen räumlich stärker begrenzten Reitplatz nutzen zu können. Der Gedanke dahinter ist folgender: Wie wir Ihnen am Anfang unseres Blogs berichtet haben, spiegeln Pferde mit ihrer Reaktion ungefragt das Verhalten der Menschen wider. Nun haben wir teilweise Kinder, die Probleme haben, sich selber, das heißt ihren Körper, ihre Gefühle, ihre Stärken und Schwächen, einzuschätzen. In der Arbeit mit den Pferden nutzen wir deshalb den tierischen Spiegel, hin und wieder, um den Kindern zu zeigen, was sie noch nicht selber an sich wahrnehmen können. Durch kleine Hilfestellungen und einen bewussten Einsatz der eigenen Körpersprache kann so die Selbstwahrnehmung des Einzelnen trainiert werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Kinder in den letzten Monaten immer wieder den Wunsch äußerten, selbstständig reiten zu dürfen. Zu spüren wie es ist, sich nicht nur tragen zu lassen und bei sich zu sein, sondern aktiv zu werden und sich zugleich auf seinen Partner konzentrieren zu müssen.

Beides ist auf unserer Koppel mit integriertem Reitplatz nur bedingt möglich. Denn die Sicherheit der Kinder ist oberstes Gebot. Außerdem soll das gewachsene Vertrauen in den 4-beinigen Partner nicht riskiert werden.

Aus diesem Grund verfasste Denise einen Antrag an die Stiftung KINDERSEELE, mit der Bitte uns bei der Anschaffung eines Roundpens (runder, solide eingezäunter Reitplatz – bekannt aus Westernreiten und der Pferdeflüsterei) zu unterstützen. Und tatsächlich wurde der Antrag genehmigt und unser großer Wunsch erfüllt.

Einige unserer ISA-Riders sind schon in den Genuss gekommen sich ohne Longe im Schritt auf dem überschaubaren Areal ausprobieren zu dürfen. Sowohl die Kinder als auch die Pferdedamen arbeiten regelmäßig mit Hilfe dieser Anschaffung an der Verfeinerung ihrer Körpersprache und somit der Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten zwischen Mensch und Tier.

Dies alles wäre ohne die Unterstützung der Stiftung KINDERSEELE nicht denkbar gewesen – Vielen Dank.

Wenn Sie sich für weitere Projekte der Stiftung interessieren oder selber gerne tätig werden möchten, beispielsweise durch eine Patenschaft oder Spende, würden wir uns über einen Besuch auf der Homepage www.stiftung-kinderseele.de freuen.

Ach übrigens in circa einem Monat kommt bereits der nächste Artikel, in dem wir Ihnen einzelne, pferdige Highlights aus unserem Wohngruppenalltag unter dem Motto: „Wo gibt´s denn sowas? – Natürlich in der HPWG „Hof Katzamühle“ präsentieren wollen. Susanne

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Dier Kinder freuen sich aufs Reiten im Roundpen

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Reiter und Pferd sind begeistert über die neue Reitmöglichkeit

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Veröffentlicht am 13. April 2021

Fliegende Pferde in Unterkatz

– Die Pferdedamen und der Pferdejunge stellen sich vor –

Wie im letzten Beitrag angekündigt, wollen wir diesmal genauer hinschauen, wer sich im „Heim“ um die pferdigen Gesellen sorgt und wie entsprechend der Alltag des Pferdejungen aussieht.

Natürlich ist das Arbeiten rund um die beiden Pferde auf freiwilliger Basis. Jedoch versteht es sich sicherlich von selbst, dass die Kids, die sich gerne am Pferd und auf dessen Rücken„austoben“ möchten, auch bei der Pflege und Versorgung der Tiere herangezogen werden. Von den elf betreuten Kindern/Jugendlichen beteiligen sich durchschnittlich sechs an dem Reit- und Trainingsangebot, welches derzeit mindestens einmal pro Woche fester Bestandteil unseres Alltags ist. Aber auch an den anderen Tagen wollen die beiden 4-Beiner versorgt sein.

Die Versorgung der Tiere wird im Rahmen sogenannter „Dienste“ geregelt. Jedes Kind der Wohngruppe hat für je eine Woche einen festen Dienst wie beispielsweise den Müll rausbringen, Abendbrot vorbereiten oder eben auch die Tierversorgung. Eines unserer Kinder wählt fast wöchentlich für sich die Tierversorgung und hatte auch zeitweise eine Art Patenschaft für die Tiere übernommen. Deswegen möchten wir Ihnen in diesem Artikel unseren Pferdjungen Felix (Name geändert) vorstellen.

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Kinder beim Putzen der Pferde

Felix ist zehn Jahre alt und lebt seit circa zwei Jahren in der Wohngruppe. Schon kurz nach seinem Einzug zeigte der Junge reges Interesse an allen Tieren, die in der heilpädagogischen Wohngruppe (kurz: HPWG) leben. Schnell lernte er das 1×1 des Putzens, sicheren Führens und Ausmistens. Auch auf den Pferderücken traute er sich nach kurzer Zeit. Besonders angetan hat es ihm Splash, die Felix aufgrund ihrer Größe symphytischer erscheint. Doch, so Felix: „würde ein Shetlandpony in der Wohngruppe leben, dann wäre die Splash aber sowas von abgeschrieben“. Besonders toll findet es der Junge im Westernsattel durch die Landschaft getragen zu werden und dabei seine Umwelt wahrzunehmen. Aber auch auf den Rücken des großen Osi, schwingt er sich gerne und reitet ihn an der Longe in allen Gangarten auf dem Platz. Galopp macht ihm am meisten Spaß: „Das ist fast wie Fliegen!“

Jeden Morgen vor der Schule geht Felix in den Stall beziehungsweise zur Koppel und kontrolliert, ob ausreichend Wasser und Futter vorhanden ist, sowie den augenscheinlichen Gesundheitszustand der Tiere. Nach Schule, Hausaufgaben, eventuellen Terminen und natürlich einer Spielzeit, geht es in den Wintermonaten ans Ausmisten, Paddock abäpfeln und Heu und Wasser auffüllen. Unterstützt wird er bei dieser anspruchsvollen Arbeit von einem weiteren Kind und/oder den Pädagogen. Insofern die Witterungsverhältnisse einen Koppelgang zulassen, unterstützt er bei Bedarf beim Führen.

In den Sommermonaten entfällt zwar das mühsame und zeitaufwendige Misten, jedoch ergeben sich andere Aufgaben, wie ausreichend Insektenschutz gewährleisten, häufigeres Wasser auffüllen und Koppel auf Schäden kontrollieren.

Ab und an kommt es vor, dass Felix die Tierversorgung „Zuviel“ wird und er sich eine Auszeit wünscht. Er wird dann von den anderen pferdebegeisterten Kindern abgelöst, übernimmt aber meistens schon eine Woche später, von sich aus, erneut die Tierversorgung.

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Felix mit Splash beim Führtraining

Im zweiten Teil dieses Berichtes stellen wir Ihnen nun die Pferdedamen vor, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den kleinen und großen Menschen der Wohngruppe, die Welt der Pferde etwas näher zu bringen und die sich daraus entwickelnden positiven Effekte in den Alltag zu transferieren:

Ich heiße Denise Oberländer und bin 23 Jahre alt. Nachdem ich mein duales Studium im Bereich Soziale Arbeit abgeschlossen hatte, begann ich in der HPWG „Hof Katzamühle“ der ISA KOMPASS GmbH zu arbeiten.
Schon von klein auf begeisterte ich mich für Pferde. Ich lernte die Arbeit mit und am Pferd immer mehr schätzen. Pferde sind sehr feinfühlige Wesen und spiegeln ihre Empfindungen schnell wieder. Wie sie mittels Körpersprache kommunizieren, hat mich schon immer fasziniert. Zudem macht es unfassbar Spaß und Freude eigene Fortschritte und die des Pferdes zu erleben. Auch das Vertrauen, was ein Pferd einem schenkt, ist ein tolles Gefühl. Für mich ist die Arbeit mit dem Pferd sehr ausgleichend, auch wenn sie zugleich sehr anspruchsvoll sein kann. Neben all dem, kommen der Spaß beim Reiten und die Schmuseeinheiten dazu, die das Gesamtpaket abrunden. Die Arbeit mit und am Pferd hält körperlich fit und ist ein super zusätzlicher Vorteil.

Umso mehr freue ich mich, diese Leidenschaft mit den Kindern und Jugendlichen zu teilen und selbst auch noch Vieles lernen zu können.

Mein Name ist Susanne Meukow und ich arbeite seit sechs Jahren in der ISA KOMPASS GmbH. Über kleinere Umwege hat es mich in die HPWG „Hof Katzamühle“ verschlagen – einen Ort, der mir die Möglichkeit gab, meine Affinität zu Pferden mit dem beruflichen Kontext zu verbinden. Schon seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit Pferden, hatte zeitweise Reitunterricht und Reitbeteiligungen. Konnte ich früher ohne Pferde und das ganze Drumherum nicht leben, bereitet es mir mittlerweile mehr Freude mein Wissen und meine Erfahrungen rund um die Equiden an Kinder weiterzugeben und dabei deren positiven Entwicklungsfortschritte in verschiedenen Bereichen zu beobachten. Um unsere Kinder noch gezielter fördern und unterstützen zu können, habe ich in diesem Jahr an einem Seminar zum Thema Konzentrationstraining mit Pferd teilgenommen. Um den Kindern dauerhaft die Möglichkeit zu geben, ihren Alltag mithilfe des Mediums Pferd zu gestalten, haben für mich der artgerechte Umgang und die Fürsorge unserer Partner Osi und Splash und somit die Aufrechterhaltung ihrer physischen und psychischen Gesundheit eine sehr hohe Priorität. Ich bin froh, dass sowohl die Kinder als auch unser Team dieses Interesse teilen und im Alltag unterstützen.

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Denis mit Susanne

Neben der Vorstellung des Pferdejungen und der Pferdedamen wollten wir Ihnen mit diesem Artikel verdeutlichen, dass nicht nur Felix im Alltag bei den Pferden eine riesengroße, wichtige und zuverlässige Unterstützung ist, sondern alle kleinen und großen Menschen ihren Beitrag dazu leisten, damit das Konzept der pferdgestützten Pädagogik funktionieren kann.

Doch wie sieht dieser „Beitrag“ aus? Heißt das, jedes Teammitglied muss mit Pferden arbeiten können, denn schließlich werden die Pferdedamen ja nicht täglich da sein? Und was ist, wenn jemand Angst vor solchen Tieren hat? Diese Fragen werden wir im nächsten Artikel aufklären, indem wir Ihnen einen Einblick in eine Coaching-Sitzung mit Pferd für die Pädagogen geben.

Veröffentlicht am 5. Februar 2021

Mit Pferdepower durchs Jahr

– Der „Hof Katzamühle“ stellt seine Arbeit mit den zwei Vierbeinern vor –

Hallo, wir sind die heilpädagogische Wohngruppe der ISA KOMPASS „Hof Katzamühle“ in Unterkatz.
Wir, dass sind aktuell 11 Kinder im Alter von vier bis 17 Jahren, sechs Erzieherinnen, zwei Pferde, eine Katze, ein Hase und ab und an besuchen uns auch die Hunde der Pädagoginnen in der Wohngruppe.

Im kommenden Artikel soll es aber speziell um unsere zwei Pferde, Osires II und Splashed Tiberary gehen.

Osires II kurz Osi ist ein 18-Jähriger Warmblutwallach, der uns gefühlt, schon immer bei der Arbeit unterstützt, indem er unter anderem die kleinen und großen Reiter an der Longe geduldig über den Platz trägt. Wald und Wiesen sind ihm nicht geheuer und auch sonst sieht er hin und wieder ein Gespenst, doch sobald ein Kind auf seinem Rücken sitzt, ist er unser sanfte Riese.

Splashed Tiberary kurz Splash ist eine 8-Jährige Tinkerstute, die 2017 dank einer Spende unseres Paten, des ehemaligen Kapitäns des SV Werder-Bremen, Clemens Fritz, bei uns einzog.
Die gemütliche Stute ist zwar das komplette Gegenteil von Osi, dennoch möchten wir den kleinen Sturkopf bei Spaziergängen, Turneinlagen und im Alltag nicht mehr missen.

Unsere beiden Pferde haben einen geräumigen Stall zur Verfügung dessen Tor offen steht und somit erlaubt, dass die Tiere jederzeit raus gehen können. An dem Stall angrenzend befindet sich ein Auslauf. Der Stall wird hauptsächlich in den Wintermonaten, bei extrem schlechten Wetter oder übermäßiger Hitze genutzt. In den Sommermonaten stehen Splash und Osi auf den angrenzenden Weideflächen.

Doch wozu braucht ein „Kinderheim“ nun Pferde?

Nun, um es mit den Worten von Paul Mitscherlich zu sagen:
„Der Junge Mensch braucht seinesgleichen- nämlich Tiere,
überhaupt Elementares, Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum.
Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen,
mit Teppichen, Stofftieren oder auch auf asphaltierten Straßen und Höfen.
Er überlebt es,
doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt.“

Getreu diesem Zitat, steht bei uns nicht das Erlernen der Reitkunst im Vordergrund, sondern die persönliche und soziale Entwicklung der uns anvertrauten Kinder. Schwerpunkte dabei sind die Förderung der Motorik, Konzentration, Ausdauer, Kommunikation, Fürsorge, Selbstwahrnehmung, Selbstwertsteigerung und bei Bedarf auch der Stressreduktion. Die Umsetzung des großen Vorhabens geschieht durch den direkten Kontakt und den Umgang mit den Pferden. Durch das Pflegen der Tiere, das Arbeiten im Stall, verschiedene Übungen am und auf dem geführten Pferd erlernen die Kinder, zum Einen Verantwortung für ein anderes Geschöpf zu übernehmen. Des Weiteren lernen sie sich selber besser kennen, denn Pferde sind sensible Tiere, die menschliches Verhalten direkt und unmittelbar spiegeln. Ein Beispiel: Bin ich ängstlich beim Führen, unter Zeitdruck, verärgert  oder gebe den Weg nicht vor, so wird mir mein Pferd (meistens) nicht folgen. Gehe ich jedoch aufrecht und zielstrebig und vermittle somit ein gewisses Maß an Sicherheit, wird es mir folgen. Das heißt, wir erlernen gemeinsam mit dem CO-Trainer Pferd Schritt für Schritt Vertrauen in die eigenen Stärken zu haben und zugleich Schwächen zu erkennen und zu stärken.

Etwas abseits vom Pferderücken planen wir kleinere „tierische“ Projekte mit unseren Kindern.
In diesem Jahr steht beispielsweise die Umgestaltung der Sattelkammer auf dem Plan.
Dunkel, unübersichtlich und zugestellt präsentiert sich der kleine Raum momentan. Ein paar Ideen schwirren den Pferdedamen bereits im Kopf umher. Aber vielleicht haben sie für uns weitere nützliche Anregungen zur besseren Raumgestaltung, die sie uns unter hpwg.unterkatz@isa-kompass.de zukommen lassen möchten. Selbstverständlich werden wir an späterer Stelle darüber berichten.

Mal abgesehen von solchen Highlights stellt sich Ihnen aber wahrscheinlich die Frage, wie nun der Alltag mit den Pferden aussieht? Wer kümmert sich den eigentlich um die Tiere? Müssen sich alle Kinder und Jugendlichen an den Angebot beteiligen? Und wer bringt ihnen all das bei?

Darüber erfahren Sie in den nächsten Wochen mehr, wenn es heißt: „Die Pferdedamen und der Pferdejunge stellen sich vor – ein ganz normaler Tag in der Wohngruppe“.

Denise Oberländer & Susanne Meukow

 

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Pferd Osi

ISA-KOMPASS_Unterkatz_Bild-Splash

Pferd Splash

ISA-KOMPASS_Unterkatz_Bild-Splash+Osi

Osi + Splash

 

Veröffentlicht am 4. Februar 2021

Ein Blick hinter die Kulissen

Wir, die heilpädagogische Wohngruppe Unterkatz „Hof Katzamühle“ der ISA KOMPASS GmbH, sind mit verschiedenen Institutionen vernetzt. Eine davon ist die Grundschule Oepfershausen. Diese ist ein wichtiger Bestandteil für vier unserer Kinder. Es ist ein Ort zum Lernen, Experimentieren, Entfalten und Spielen.

Die Grundschule Oepfershausen vereint viele Vorteile für uns und die Kinder sowie für die Familien der nahe gelegenen Ortschaften. Sie liegt für Schülerinnen und Schüler nahe ihren Wohnorten, ist ruhig gelegen, inmitten der Natur, bietet somit ideale Lernbedingungen und die Verkehrsanbindungen sind für die Kinder optimal und die Anfahrtszeiten sind in einem erträglichen Ausmaß. Da es eher eine kleine Schule ist, ist sie sehr familiär und übersichtlich. Dies macht es den Kindern einfacher, sich an das System „Schule“ zu gewöhnen und Spaß am Lernen zu entwickeln. Weiterhin ist aufgrund dessen eine reizärmere Lernumgebung geschaffen, was es den Kindern leichter macht, den Lernstoff zu verstehen.

Das Lehrerkollegium ist ein stetiger Ansprechpartner für uns und die Kinder. Gerade jetzt, in der Zeit veränderter Bedingungen wie dem ‚homeschooling‘, ist dies umso wichtiger. Das Lehrerkollegium kennt durch regelmäßigen Austausch die Lebenssituation und Biografie der Kinder und deren Familiensystem. Durch die enge Zusammenarbeit wurde ein Rahmen geschaffen, der es ermöglicht, die Kinder gezielt zu fördern und dabei deren individuellen Grenzen wahrzunehmen. Besonders wichtig zu erwähnen ist, dass die Grundschule Oepfershausen immer auf die besonderen Strukturen unserer Wohngruppen Rücksicht nimmt, da sich unser System von dem der Familie unterscheidet.

Zunehmend werden technische Medien und Digitalisierung zum Lernen immer wichtiger. Die Grundschule hat sich dessen angenommen und stellt Lern-Apps zur Verfügung. Aufgrund der  Corona-Pandemie wurden die technischen Mittel noch erweitert.

Jedoch zeigt sich gerade vor dem Hintergrund von Digitalisierung und dem Einhalten wichtiger und notwendiger Regeln, dass ein enger Kontakt zwischen Lehrpersonal und Schülerinnen unabdingbar ist. Gerade für Kinder im Grundschulalter bedarf dies einer verstärkten Kommunikation, um neben dem Lernstoff, der nach Lehrplan vermittelt werden muss, den Kindern weitere wichtige Kenntnisse zu vermitteln – die Akzeptanz von Unterschieden, soziales Lernen im Miteinander, das Vermitteln von  komplexen Zusammenhängen, um Grundlagen für ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Denken zu schaffen.

So gab es eine integrative Klasse in der Grundschule. Die Kinder können so lernen, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Ein Verständnis für soziale Gerechtigkeit kann damit vermittelt werden. Weiterhin finden Spendenläufe statt, um Ausflüge zu finanzieren. Dies ist eine wichtige Botschaft für die Kinder, zu lernen, dass man mit Ehrgeiz seine Ziele erreichen kann. Unsere Kinder selbst finden es toll, dass viele außerschulische Aktivitäten stattfinden. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, einen Fußgänger-Pass zu absolvieren. Zudem werden viele verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten und den Kindern wird frühzeitig eine gesunde Ernährung u.a durch das „Wasserprojekt“ vermittelt. Zudem besucht der zuständige Förster die Schule, um den Kindern das Thema Wald und dessen Auswirkungen auf unsere Umwelt nahe zu bringen. Im Zuge dessen sammeln die Kinder bei Wandertagen Müll im Wald. Die Verbundenheit zur Natur und somit auch die Sensibilisierung der Kinder, zeigen sich auch auf dem Schulgelände. Neben dem Schulgarten gibt es einen großen Schulhof auf dem Gelände. Dieser bietet viele Bewegungsangebote. Die Grundschule bedient jedoch auch andere Interessen. So gibt es die Möglichkeit, den Computerraum oder die Bibliothek zu nutzen. Damit all dies finanziert werden kann, gibt es einen Förderverein für die Schule. Somit können Materialien für die verschiedenen Bildungsbereiche beschaffen werden.
Alles in Einem bietet die Grundschule Oepfershausen viel für ihre Schüler, um diese individuell fördern zu können. Die Bedürfnisse der Kinder stehen dabei immer im Vordergrund. Das Lehrerkollegium der Grundschule Oepfershausen schafft es mit einem immensen persönlichen Einsatz und einer außergewöhnlichen Identifikation mit dem Schulstandort und der Region, eine Brücke zwischen gezielter Förderung der Kinder und einer individuellen Entwicklung zu bilden. Vor allem in unserer Arbeit ist solch eine Arbeitsweise von großer Wichtigkeit. Danke an die Direktorin und die Lehrerinnen sowie dem Förderverein der Grundschule Oepfershausen für ihr Engagement.
Denise Oberländer

schulfoto_Oepfershausen

Grundschule Oepfershausen

Veröffentlicht am 1. Januar 2021

Ein gutes Jahr 2021

Die ISA Gruppe wünscht allen ein gutes und gesundes neues Jahr!

DANKE Gruß Neujahr 2021

 

 

Veröffentlicht am 9. Dezember 2020

ISA bekennt Farbe zu „Gewalt gegen Frauen“

Weltweit erleuchteten am 25.11., dem Tag gegen Gewalt an Frauen, auf Aufruf der vereinten Nationen bedeutende Gebäude und markante Orte von den Niagara Falls bis zum Hamburger Rathaus in orange. Orange repräsentiert dabei als leuchtende und optimistische Farbe eine Zukunft frei von Gewalt an Frauen und Mädchen und lehnt sich an die Kampagnenfarbe der UN Women der Vereinten Nationen an. Gewalt an Mädchen und Frauen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen.

Um für dieses Thema auch in Koblenz und der Region zu sensibilisieren haben fünf Serviceclubs in Koblenz ihre Kräfte gebündelt. Wie bereits zur Taschenbörse haben die Frauenserviceclubs Inner Wheel, Soroptimist International, Zonta Koblenz, Zonta Koblenz Rhein-Mosel und der gemischte Serviceclub Rotary Koblenz-Mittelrhein eine Projektgruppe „We orange Koblenz – gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ gegründet.
Die Mitglieder aller 5 Clubs sind stolz und sehr dankbar über die überwältigende Resonanz auf ihrer geplanten Beleuchtungsaktion am 25.11.  – orange als Farbe der Koblenzer Aktion „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“

Auch die ISA Gruppe war mit dabei und stellte sich bewusst zu dieser Aktion. „Wir erleben tagtäglich in unserer Arbeit der ISA KOMPASS, was es heißt, dass Mädchen und Frauen unter Gewalt von Vater, Ehmann oder anderen Personen leiden und welche tiefen Verletzungen dies in ihrer Seele und Körper hinterlassen kann. Deswegen sagen wir – NEIN zu Gewalt an Frauen und zeigen bewusst Farbe an mehreren unserer Häuser“ so Roman Klein, Geschäftsführer der ISA Gruppe.

So leuchtete am 25. November die Mutter/Vater-Kind-Gruppe der ISA KOMPASS auf der Pfaffendorfer Höhe, das ISA DOMIZIL in Koblenz-Asterstein sowie das Verwaltungshaus der ISA in Koblenz Güls in der Farbe Orange.

 

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Mutter-Vater Kind Gruppe der ISA KOMPASS Koblenz

 

Orange Day_ISA DOMIZIL Asterstein

ISA DOMIZIL Asterstein

Orange day_ISA Verwaltungshaus Güls

Verwaltungsgebäude der ISA GmbH